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WAZ, 08.07.2011: Ruhrtalweg: Spender beweisen Herz für Radler

Bauarbeuten erledigt, Mission beendet: Zahlreiche Spender haben es ermöglich, dass der Ruhrtalradweg rund um den Kanuclub wieder angenehm befahrbar ist. ArchivfotoWAZ. Schluss mit holterdiepolter: Heute (8. Juli) wurde das von der Gesellschaft für Arbeits- und Beschäftigungsförderung (Wabe) erneuerte Stück des Ruhrtalradwegs eingeweiht. 27 500 Euro kostete die Sanierung, die vor allem durch Spenden finanziert wurde.

Bis April war die 275 Meter lange Strecke um den Kanuclub eine Rumpelpiste. Äste ragten in den Weg, Schottersteine schauten aus dem Boden. Viele der rund 20 000 Radler, die in der Saison monatlich über den 220 Kilometer langen Ruhrtalradweg fahren, suchten ihr Heil über die Wiese. Die Wabe hatte deshalb das Projekt „Ein Meter Engagement“ ausgerufen.

Für 100 Euro konnten Spender einen Meter der ehemaligen Holperpiste bekommen. Insgesamt seien 15 600 Euro durch Spenden zusammen gekommen, sagt Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe. „Darunter sind 30 Privatpersonen, 15 Firmen und Mitarbeiter der Wabe.“ Der Rest sei von der Wabe selbst finanziert worden, die die Arbeiten in Eigenregie durchführte, aber nichts berechnete.

Ab März wurden die Ärmel hochgekrempelt. Der Weg musste aufgerissen und mit Schotter beschichtet werden, an den Rändern wurden Steine eingesetzt, Rasen und Äste gestutzt. Mittlerweile ist er angenehm befahrbar. Doch das muss noch nicht das Ende der Fahnenstange für Radwege in Witten und Umgebung sein.

Zum Ende der Sommerferien startet die Wabe eine Abstimmung, welche weiteren Rad-Strecken noch verschönert werden sollten. Auf den Sanierungsbedarf sollen rot-blaue Balken am Wegesrand hinweisen. Wenn alles nach Plan läuft, rollen ab Februar 2012 dann die nächsten Bagger, so Thomas Strauch. Seine Vision: „Ich würde gerne in jedem Jahr einen Weg erneuern - schließlich ist das Rad das Verkehrsmittel der Zukunft.“

WAZ-Bericht von Dennis Sohner

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