RN, 03.05.2012: Zu wenig Personal für Bewirtung am Schleusenwärterhaus

Ruhr Nachrichten. "Wir sind personell in einer kritischen Phase und wissen derzeit kaum, wie wir unsere beiden Gastronomiestandorte besetzen sollen", ist Irena Cichy von der Wabe betrübt. Gerade jetzt, wo das Wetter wieder verstärkt nach draußen lockt, seien die verlängerten Öffnungszeiten am Schleusenwärterhaus kaum zu leisten.

„Ab Mai haben wir eigentlich immer von 9 bis 19 Uhr geöffnet, im Juni, Juli und August sogar bis 21 Uhr“, präzisiert sie. Doch derzeit seien die 32 Stellen der Wabe im Bereich der Gastronomie nicht einmal zu 50 Prozent besetzt. Die dort tätigen AM-Kräfte (Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwand) werden der Wabe von der Jobagentur zugewiesen: Es sind Langzeitarbeitslose mit erhöhtem Zuwendungsbedarf.

„Im Moment ist es einfach schwierig, die passenden Kräfte zu finden“, erklärt Anke England, Leiterin des Wittener Jobcenters, dazu. Für den Gastronomiebereich sei eben nicht jeder geeignet.

Dabei hat die Wabe erst kürzlich auch die Bewirtung des Zechenhauses Herberholz übernommen, wo es am Maifeiertag bei Spaziergängern bereits Irritationen gab. Viele standen dort anders als in den Vorjahren vor verschlossenen Türen. Auch Siegfried Boldt erging das so: „Solche Tage wie den 1. Mai gibt es nicht oft, und da muss doch Geld verdient werden, um diesen historischen Ort zu erhalten“, wundert er sich.

Irena Cichy erklärt dazu, dass nach der derzeit gültigen Regelung eine Öffnung am Feiertag gar nicht eingeplant war. Anders als bisher möchte sie aber dazu übergehen, den Öffnungstag am Mittwoch wieder abzuschaffen, um dafür an den Feiertagen präsent zu sein. „Durch unser Personalproblem ist es zu dieser Anpassung aber noch nicht gekommen.“ Noch gelten am Zechenhaus also die Öffnungszeiten Samstag, Sonntag und Mittwoch von 10 bis 18 Uhr.

„Vielleicht muss ich das Schleusenwärterhäuschen doch an einem Tag in der Woche schließen oder ich muss das dortige Angebot am Morgen kürzen: Dann gibt es dort erst später Gegrilltes, denn lange Warteschlangen machen die Besucher ja auch nur unzufrieden“, so Cichy.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Susanne Linka

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