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RN, 26.03.2012: Fähre Hardenstein zurück im Wasser

Millimeterarbeit leistete Kranführer Harry Marks beim Umsetzen der Fähre Hardenstein. (Foto: Lisa Timm)Ruhr Nachrichten. Wenn das kein gutes Omen ist: Noch nie zuvor gab es so tolles Wetter beim Wassern der Fähre Hardenstein. "Immerhin ist dies unsere siebte Saison", sagt Fährmann Christoph Heemann. Reibungslos klappte am Montag das Umsetzen der Fähre von ihrem Trockendock ins Schleusen-Wasser.Hierfür war Harry Marks mit seinem 80-Tonnen-Kran gerne aus Gevelsberg angereist. Schließlich kennt er das idyllische Terrain am Schleusenwärterhaus, weil die Wabe bereits mehrfach auf seine besonnene Arbeitsweise vertraut hat.

Er kennt inzwischen auch die Tücken, die beim Umsetzen des stattlichen Fähr-Schiffes auftreten können. So wie gestern, als beim ersten Hub-Versuch feststand, dass die Tragegurte nicht den richtigen Schwerpunkt stützten. Das Schiff hatte leichte Schräglage. Nach kleiner Kurskorrektur durchs „Bodenpersonal“ lagen die Gurte dann richtig und Harry Marks konnte wuchten. 20 Minuten brauchte er für das Wassern.

„Aus 17,5 Tonnen vom Vorjahr sind diesmal 20,2 Tonnen geworden“, stellte Marks erstaunt fest. „Das liegt daran, dass wir bis zuletzt noch viele Stahlteile eingebaut haben“, klärt Christoph Heemann auf. Im Steuerhaus liegt nun ein stabiler Stahlboden mit Luken, um bei Problemen schnell an die Steuerelektronik zu kommen. Auch auf Deck ist das Stehen und Gehen komfortabler geworden. „Wir haben die vielen hundert Einzelteile und Stolperkanten rausgenommen und durch große Stahlplatten ersetzt“, erklärt Heemann die Gewichtszunahme der „Hardenstein“.

Auf ein besonders brillantes Detail kann Heemann an der Rückseite des Steuerhauses verweisen. Dort angebracht ist eine blau angemalte Leiter, durch deren Längsholme das Regenwasser vom Dach abfließen kann. Eine kleine Spielerei von Christoph Heemann, der ganz aufgeht in seiner Rolle als „Chef“ der Hardenstein. Ihm zur Seite stehen vier festangestellte und fünf ehrenamtliche Fährleute. Hinzu kommen sechs Decksleute.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

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