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26.05.2014: Neues Gourmet-Fest am Wittener Ruhrufer

Und hier trifft der Spargel die Erdbeere: im Zollhaus Herbede, bei Theresa s (li.) und Karin Sabo. Foto: Jürgen TheobaldWAZ. Am Zollhaus Herbede drehte sich am Wochenende alles um Spargel und Erdbeeren. Die Besucher genossen das laue Sommerwetter und gutes Essen. Die Veranstaltung will alelrdings nicht als kleine Version von „Genuss am Fluss“ gelten.

Es gibt sie, diese Tage, da weht ein anderer Wind durch Witten. Am Wochenende war es wieder soweit: der Duft von frischem Spargel und fruchtigen Erdbeeren lag in der Luft. „Wenn der Spargel die Erdbeere trifft“ hieß es am Zollhaus Herbede. Dies sollte aber keine Wiederbelebung der vorübergehend auf Eis gelegten Gourmetmeile „Genuss am Fluss sein“.

Das betonte Christiane Küpper, Serviceleitung der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe): „Es wäre anmaßend, wenn wir nun diese Veranstaltung weiterführen würden. Schließlich hat sie das Stadtmarketing all die Jahre organisiert.“

„Genuss am Fluss“ fand vier Mal, bis 2011, an der Lakebrücke am Ruhrufer in Herbede statt. Rund acht Gastronomiebetriebe boten hohe Kochkunst, dazu gab es ein bunten Programm mit Livemusik und Kleinkunst, sowie das berühmte „Entenrennen“. Fand „Genuss am Fluss“ anfangs großen Anklang, konnten am Ende nur wenige Gastronomen und Sponsoren gefunden werden. 2012 gab es Genuss ohne Fluss – vor der Stadtgalerie. 2013 trat man gar nicht erst an, auch 2014 gibt es die Gourmetmeile nicht, „wahrscheinlich nie wieder“, tippt Haus Fründt-Wirt Andreas Veit.

Küpper hofft, dass die neue Idee auf größere Unterstützung trifft. „Bei uns gibt es nur wenige Stände und die Anzahl an Speisen ist klein, aber fein. Das gesellige Beisammensein wird bei uns groß geschrieben“, sagt sie. Das unterscheide die neue Veranstaltung auch von „Genuss am Fluss“, das in einem viel größeren Rahmen stattfand.

Angeboten wurden saisonale Köstlichkeiten rund um zarten Spargel und fruchtige Erdbeeren, beispielsweise karamellisierte Spargelpfanne oder Spargelburger. Doch nicht nur für die herzhaften Gaumen gab es köstliche Gerichte, auch die süßen wurden mit Erdbeertörtchen, die eigens vom Zollhaus-Team gebacken wurden, verwöhnt. Wer wollte, konnte in ausliegenden Rezeptkärtchen stöbern, um das Gericht daheim nachzukochen. Zutaten dafür konnte man ebenfalls vor Ort erwerben, denn es wurde regional angebaute Ware verkauft.

Dank des schönen Wetters und dem Drachenbootrennen an der Ruhr kamen einige Gäste und ließen sich an aufgestellten Tischen und Stühlen nieder. „Die Idee ist super. Gerade im Sommer sollte es so etwas öfter geben“, findet Theo Fritsch, der mit Freunden eine Radtour unternahm und die Gelegenheit nutzte, um eine kleine Pause einzulegen. Auch Nicole Wietzke war angetan: „Ein absolut angenehmes Beisammensein. Die Gerichte sind total lecker.“

Wenn die Resonanz positiv ist, kann sich Küpper durchaus vorstellen, eine Reihe zu starten. Für den kommenden Herbst hat sie einen Kartoffelmarkt im Sinn. Dann unter dem Motto: Kartoffel trifft Kürbis.

WAZ-Bericht von Luisa Drees

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