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10.02.2014: Wittener Zollhaus bekommt Gastro-Charme

Kleinod an der Ruhr: Besucher konnten sich jetzt einen Eindruck von den Umbauarbeiten im und am alten Zollhaus verschaffen. Foto: Manfred Sander / WAZ FotoPool

WAZ. Mit einem liebevoll gestalteten Außengelände und einem erweiterten Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten will das alte Zollhaus an der Ruhr ab Sommer Gäste locken. Besucher konnten sich schon jetzt einen Eindruck von den Umbaumaßnahmen machen, die voll im Gange sind.

Großes hat die Wabe mit dem Zollhäuschen an der Lakebrücke vor. Bereits im letzten Sommer entwickelte sich der Biergarten an dem historischen Fachwerkhaus zu einem beliebten Anlaufpunkt für Fahrradfahrer, Spaziergänger und Sonntagsausflügler.

Mit einem liebevoll gestalteten Außengelände und einem erweiterten Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten soll das Potenzial, das der Standort in Herbede bietet, weiter ausgeschöpft werden.

Noch sind die Arbeiten an und um das 1834 erbaute Häuschen in vollem Gange. Dennoch: Einiges ist bereits geschehen. Von den ersten Ergebnissen konnten sich interessierte Bürger bei einer Führung über das Gelände und durch die alten Gemäuer nun überzeugen. „Wir haben das Gelände vor dem Eingang zum Zollhaus begradigt“, erklärt Irena Cichy von Grünwerk, dem Garten- und Landschaftsbaubetrieb der Wabe.

Durch die Anhebung können nun die zwei Fenster, die direkt zur Lakebrücke zeigen, für den Straßenverkauf genutzt werden. Denn in den Räumen hinter den beiden Fenstern befindet sich die zweite Großbaustelle: In wenigen Wochen soll hier eine voll ausgestattete Küche eingebaut sein – ein gar nicht so einfaches Unterfangen, wenn man bedenkt, dass der zur Verfügung stehende Raum in dem verwinkelten Fachwerkhaus gerade mal knapp 24 Quadratmeter groß ist.

Mit ihrem Team möchte Gastroleiterin Christiane Küpper ab diesem Sommer von hier aus die vorbeiströmenden Gäste versorgen. „Neben Kaffee und Kuchen, die aus dem Büdchen hinter dem Zollhaus verkauft werden, möchten wir weitere Speisen anbieten.“ Neben rustikalem Grillgut stellt sich Küpper auch feinere und ausgefallenere Speisen vor. „Mir schwebt so was wie ein Garnelensüppchen oder auch Bruschetta vor.“

Noch nicht ganz abgeschlossen ist auch die Neugestaltung des Außengeländes im Bereich des Biergartens. „Es soll wieder ein Pflanzweg mit Hortensien und Johannisbeeren angelegt werden. Ein wenig französischer Flair soll entstehen“, so Cichy. Rund 300 Tulpenzwiebeln wurden bereits in den Boden gesetzt. „Außerdem sollen Hochbeete für Kräuter auf die Mauer gebaut werden“, so die Gartenbauingenieurin weiter. Die Kräuter können dann direkt in der neuen, frischen Küche von Christiane Küpper verwendet werden. Die nach den Vorschriften des Denkmalschutzes restaurierte Bruchsteinmauer steht schon. Und auch im hinteren Bereich des Biergartens, zur Ruhr hin, wurde das Gelände begradigt.

„Vorher ist einem hier schon mal die Currysoße vom Teller gelaufen“, scherzt Projektentwicklerin Susanne Fuchs. Jetzt kann man wieder gemütlich auf der bald wachsenden Wiese sitzen und auf die Ruhr schauen. „Die Ideen, die von vielen Bürgern an uns herangetragen wurden, haben wir gerne aufgenommen. Gemeinsam haben wir es geschafft, dass hier alles wieder schöner wird. Wir haben schon jetzt viel Erde bewegt“, so Fuchs.

Doch die Planungen gehen noch weiter: Zwischen dem Anleger der Schwalbe und dem Zollhaus soll eine Liegewiese entstehen. Auf lange Sicht sollen zudem die Räume des Zollhauses für eine Innengastronomie hergerichtet werden.

WAZ-Bericht von Malin Schneider

 

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