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WAZ, 29.07.2011: Stress-Test für das „E-Bike“

Eine 1400 Kilometer lange Tour von Rügen bis zum Bodensee haben sich die Sportler vom Triathlon-TEAM TG Witten vorgenommen - mit dabei ist auch ein Elektrofahrrad. Foto: WAZWAZ. Vom Kap Arkona auf Rügen geht es zum Bodensee. Auf den 1400 Kilometern werden die E-Bikes (Elektro-Fahrräder) der Stadtwerke einem Stresstest unterzogen.

Sieben Sportler vom Triathlon-TEAM TG Witten starten am Sonntag, 31. Juli, zu einer zehntägigen Radtour durch Deutschland. Mit von der Partie sind Markus Sittart, seine Geschwister Thomas und Annette, Cousin Peter Sittart, sowie Dirk Genschow, Gereon Weber und ab Darmstadt auch Kay Kretzschmar.

Startpunkt ist Rügen. Von dort aus fährt die Gruppe mit Umwegen über das Erz- und Fichtelgebirge sowie das Altmühltal in zehn Etappen nach Lindau am Bodensee.

Auf dem Prüfstand für den Test stehen die Bremsen, das Verhalten des E-Bikes bei Dauerbelastung und die Reaktion auf Witterung und steile, unebene Straßen. Die TTW-ler (Triathlon-TEAM TG Witten) nehmen auch die Akkuleistung des Radmotors ganz genau unter die Lupe: „Durchschnittlich hält der Akku 60 Kilometer. Das kann sich beim Fahren in den Bergen aber drastisch ändern“, erklärt Rad-Mechaniker Torsten Kretschmann (42).

Es bleibt abzuwarten, wie viel das Elektro-Bike so aushält. Doch eins ist sicher: Es ist in guten Händen. Seit über 20 Jahren schon unternehmen die Athleten des Triathlon-Teams mehrtägige Radtouren durch Deutschland und Europa. Auf ihrem Weg zum Bodensee fährt die Gruppe zwar mit Rennrädern, doch auch ein E-Bike ist dabei. Dieses wird abwechselnd von den Fahrern ausprobiert: „So kann sich immer einer von uns ausruhen, wenn mal die Kräfte schwinden“, erklärt Organisationsleiter Markus Sittart.

Durch den Erfahrungsbericht der Fahrer erhoffen sich die Stadtwerke Informationen über Einsatzmöglichkeiten der E-Bikes: „Die Räder können maßgeblich zur CO²-Senkung in Witten beitragen. Unsere Mitarbeiter nutzen schon jetzt für Arbeitsfahrten das E-Bike anstelle des Autos.“

Auch die Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigung) hat mit den Rädern viel vor. Koordinatorin Susanne Fuchs erklärt: „Wir planen für 2012 eine Kooperation mit dem Gaststättengewerbe. Restaurants können dann zur offiziellen Auftank- Station für E-Bikes werden.“

WAZ-Bericht von Patricia Knebel

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