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RN, 13.09.2012: "Happy Trail Friends" erneuern Mountain-Bike-Strecke

Mitglieder der "Happy Trail Friends" engagieren sich tatkräftig.  (Foto: Barbara Zabka)Ruhr Nachrichten. Die alte, zerfahrene Mountain-Bike-Strecke im Steinbruch Imberg wird momentan saniert und ausgebaut. Ehrenamtlich und mit sehr viel Tatendrang helfen dabei die Mitglieder des Vereins "Happy Trail Friends".

Seit 2006 ist die Strecke für Mountain-Biker am Imberg mittlerweile in Betrieb. Zerfahren, holprig und ausgehöhlt. Kein wirklicher Genuss mehr für sportliche Aktivitäten.

Jetzt wird die Strecke saniert und ausgebaut. Es ist eine Initiative der städtischen Jugendförderung, Abteilung Erlebnispädagogik. „Glücklicherweise haben wir den Mountain-Bike-Verein für unser Anliegen gewinnen können“, betont Helge Bröckelmann (33) vom Jugendamt.

„Ohne diese tatkräftige Hilfe und das Know-How wären wir hier total hilflos.“ Für Joscha Bazynski (30) ist es selbstverständlich, im Steinbruch Imberg Hand anzulegen. Ehrenamtlich und ohne auf die Uhr zu schauen. „Wir kennen die Strecke gut. Und wissen auch, dass hier dringend Handlungsbedarf herrscht“, erzählt der kräftige, junge Mann zwischen Schubkarre und Pizza.

Er selbst ist leidenschaftlicher Mountain-Biker. Und hat jede Menge Erfahrung beim Bau von neuen Strecken. Die große Bauaktion hat vor rund drei Wochen begonnen. 50 Kubikmeter Lehm und Mutterboden sind bislang bewegt worden. „Das ist richtige Knochenarbeit“, sagt Joscha Bazynski. „Und alles Handarbeit.“

Künftig wird es drei verschiedene Strecken geben. Einen Pump-Track, die auf zwei Spuren verbreiterte Race-Line und den schwierigen Dirt-Jump für Abenteuerlustige. „Hier können die Experten individuelle Sprünge testen und einstudieren“, so Helge Bröckelmann.

Die Entwürfe und die grafische Animation haben die Happy Trail Friends ausgearbeitet. Auf der rund 300 Meter langen Strecke gibt es Hindernisse mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. „Unser neuer Parcours ist nichts für hartgesottene Profis, die Strecke ist ein Jedermann-Kurs“ beschreibt Julia Lackas (27) die Neugestaltung. Sie muss es wissen, denn sie hat die Pläne visualisiert.

Zwischen der Arbeit an der Schaufel gibt es immer wieder Probefahrten. Ein Mountain-Bike steht stets breit. „Oftmals müssen wir noch etwas ändern. Ein Hindernis begradigen. Das andere ein Stück vor- oder zurück legen“, so Joscha Bazynski. „Deshalb machen wir die Testfahrten. Außerdem ist das nach der Maloche auch ein gutes Stück Entspannung.“

Manchmal kommen auch Jugendliche, um mit anzupacken. An Schaufel und Schubkarre. Zusätzliche, helfende Hände sind jederzeit willkommen. „Wer fahren will, muss auch schippen können“, betont Helge Bröckelmann.

Der Bau einer klassischen, anspruchsvollen Mountain-Bike-Strecke ist eine Wissenschaft für sich. Viel, viel praktische Erfahrung ist ein unbedingtes „Muss“. Die Happy Trail Friends sind da absolut versiert. Ende Oktober ist eine kleine Eröffnungsfeier mit sportlichen Wettbewerben für alle geplant. Bis dahin wird allerdings noch jede Menge Schweiß fließen.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Barbara Zabka

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