RN, 19.08.2012: Jux-Wettkampf mit 800 knallgelben "Teilnehmern"

Diese Enten ritten auf einem Drachen zum Wettbewerb. (Foto: Lukas)Ruhr Nachrichten. Dramatik, Spannung, Quietscheentchen. Keine Frage, das Entenrennen 2012 war wieder eine große Gaudi, diesmal als Intermezzo beim Ruhr Triathlon am Schleusenwärterhaus.

Und die Einnahmen stiftet der Rotary-Club Witten-Hohenstein für einen guten Zweck. „Diesmal für den neuen therapeutischen Kindergarten des Marienhospitals“, freut sich Thomas Seiler, Präsident des Clubs. Bereits im Vorfeld des Rennens wurden die schönsten Enten gekürt.

Auch das hat Tradition. Wer möchte, kann die erworbene Rennente im Vorfeld des Rennens schön gestalten und einer Jury vorlegen. Beim Schönheitswettbewerb kommt es nicht auf Aerodynamik an. Die von einem gefilzten chinesischen Drachen gezogenen Enten etwa waren fürs Rennen viel zu klobig verpackt. Aber so erstaunlich phantasievoll gestaltet, dass es für die Enten mit der Startnummer 1545 das Schönheitskrönchen gab.

Auf weitaus mehr Interesse aber stieß dann bei den Besuchern, die sich bei Temperaturen von über 40 Grad in der Sonne ans Ruhrufer wagten, das Rennen. Aus blauen Säcken wurden die 800 Renn-Enten von der alten Fähre Hardenstein aus ins Wasser gelassen. Unsanft. Dafür war vorher geprüft worden, ob sich die eingesetzten Plastikenten auch automatisch wieder aufrichten. Kein Scherz: Manche Enten, die der Handel anbietet, finden nämlich kein Gleichgewicht mehr.

Aufgrund der eher mäßigen Strömung halfen Boote der DLRG etwas nach und erzeugten mit Hilfe der Motorschrauben einen künstlichen Wellengang, der die Enten - etwas gemächlich - dem Ziel entgegenschwimmen ließen.

„Dass ich mal im Rahmen eines Triathlons ein Entenrennen moderieren würde, hätte ich auch nicht gedacht. Aber es gibt eben nichts, was es nicht gibt“, schmunzelte schließlich Jochen Baumhof. Der ist eigentlich Rennveranstalter und als Triathlonveteran seit vielen Jahren Moderator von Wettkämpfen wie dem in Witten.

Mit einer Livemoderation von der Fähre ließ er auch die Besucher des Schleusenwärterhauses am Rennen teilhaben, das am Ende die Ente mit der Nummer 119 für sich entscheiden konnte. Für deren Besitzer, den Herbeder Nils Kathagen, hat sich der Einsatz auf jeden Fall gelohnt, denn der Sieger erhielt als Preis ein iPad der dritten Generation. Auf den Test von dessen Schwimmfähigkeit sollte der Herbeder jedoch verzichten.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Christian Lukas

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