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WAZ, 13.05.2012: Drahteseltreffen am Schleusenwärterhaus

Beim Ruhrtal-Radfest führte Alexander Stinshoff Abenteuerliches auf der Rampe vor. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPoolWAZ. Unter dem Motto „Radfahren mit dem Strom“ stand das diesjährige Ruhrtal-Radfest am königlichen Schleusenwärterhaus. Bei sonnigem Wetter kamen viele Besucher mit dem eigenen Drahtesel oder auf dem Wasserweg mit dem Ausflugsschiff „Schwalbe“.

Mehrere Händler präsentierten aktuelle Neuerungen, die Radstation stellte Energieräder zum Ausprobieren bereit, leistete Erste Hilfe bei Pannen und bot einen Fahrrad-Check für die Drahtesel der Besucher an.

Schnell und rasant ging es bei den BMX-Show-Vorführungen von „Manni & Slum Biker“ zu. Die Besucher konnten waghalsige Sprünge über eine Rampe, Balance-Akte auf einem Rad und Akrobatik mit dem BMX-Rad bewundern. Für den musikalischen Rahmen sorgte die „FIS-Big-Band“ mit Blues und Swing.

Wie bereits im Vorjahr lag der Schwerpunkt bei Elektrorädern. „Weil das Thema nach wie vor brandaktuell ist und die Nachfrage groß“, sagte Thomas Strauch (57), Geschäftsführer der Wabe (Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung), die das Radfest in Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsagentur Ennepe Ruhr organisiert hat.

„Die Zahl der Räder, die elektrotechnisch unterstützt werden, wächst ständig und die Akzeptanz in der Bevölkerung, dass man dafür doch relativ viel Geld ausgeben muss, ebenfalls“, so Thomas Strauch. Ein gutes Elektrofahrrad kostet etwa 2000 Euro, ein Umrüstsatz ist für weniger als 1000 Euro erhältlich.

Auch an den Elektrofahrrad-Touren, die von verschiedenen Organisationen angeboten werden, merke man, so Strauch, dass das Thema immer beliebter wird: „Während im letzten Jahr die Resonanz doch eher verhalten war, sind die Touren jetzt wesentlich besser ausgebucht.“

Eher „traditionell“ eingestellt ist Dieter Manzen. „Solange ich die Berge noch halbwegs hochkomme, ist ein Elektrofahrrad für mich kein Thema“, sagte der 44-Jährige. „Und im Zweifelsfall hilft immer noch schieben.“

Pate für die Veranstaltung, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfand, war eine Messe für Spezialräder auf Zeche Nachtigall vor zwölf Jahren. Aufgrund des Erfolgs dieser Messe wurde das Radfest Ruhrtal als regelmäßige Veranstaltung etabliert.

WAZ-Bericht von Walter Demtröder

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