WAZ, 26.03.2012: Kosmetik für Schleusenwärterhaus

Auch die Balken, die im Laufe der Jahre weggefault waren, wurden am Schleusenwärterhaus ausgetauscht. Foto: WAZWAZ. Das schöne Frühlingswetter lockt derzeit unzählige Menschen ans Ruhrufer. Um so erfreulicher ist es, dass auch das beliebte Schleusenwärterhäuschen in Kürze wieder „voll bespielbar“ sein wird.

Derzeit sind dort noch umfangreiche Sanierungsarbeiten im Gange. Die Zimmerei Tüttelmann aus Herbede tauscht denkmalgerecht die Eichenbalken, die im Laufe der Jahre weggefault waren, aus. Im Kellergeschoss werden durch Mitarbeiter der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe), die das Schleusenwärterhaus betreibt, alte Träger der Deckenkonstruktion durch neue ersetzt und vier Stützen aufgemauert.

„Und in der nächsten Woche kommt auch ein neuer Dielenboden ins Haus, so dass Gäste die Räumlichkeiten wieder uneingschränkt nutzen können“, sagt Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. Die Architektin der Wabe, Ulrike Spaenhoff, hat die Arbeiten geplant und überwacht ihre Durchführung. Insgesamt haben die Sanierungsmaßnahmen einen Umfang von 7500 Euro, die aus Mitteln der Wabe aufgebracht werden.

Bis Ende nächster Woche werden die Sanierungsarbeiten an der Vorderseite des Schleusenwärterhäuschens abgeschlossen sein, schätzt Thomas Strauch. „Irgendwann müssen auch noch neue Fenster rein, aber das hat Zeit“, ergänzt er. Die Rückseite des Gebäudes wurde bereits vor zwei Jahren restauriert. „Und im Herbst ist dann die Erneuerung der Westseite dran, die in Richtung Kemnade liegt. Denn an dieser Schieferwand sind etliche Platten gesprungen“, erzählt der Wabe-Geschäftsführer.

Und noch ein weiteres Projekt hat er auf dem Planungszettel: Im Anbau des Gebäudes befindet sich nämlich die Steuerung für die Schleuse. Sie funktioniert zwar noch, ist aber nicht mehr zeitgemäß. Eine neue Steuerung wäre nicht nur energie-, sondern auch deutlich raumsparender: „Dann könnte auch der Anbau weg, der nicht unter Denkmalschutz steht. Das könnte vielleicht sogar in diesem Sommer noch passieren“, schätzt Thomas Strauch.

Und sozusagen als „Sahnehäubchen“ der umfassenden Restaurierung des Schleusenwärterhauses könnte dann noch das Dach erneuert werden. „Es ist zwar noch nicht kaputt, aber schon deutlich in die Jahre gekommen und steht irgendwann auch noch an“, denkt Thomas Strauch in die Zukunft.

Gedämmt wird es bei einer Erneuerung nicht, denn das Gebäude hat keine Heizung. Strauch: „Nur einen Holzofen, der gelegentlich angemacht wird. Aber im Winter sind unsere Mitarbeiter dort sowieso selten.“

WAZ-Bericht von Michael Vaupel

  • Erstellt am .

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.