27.07.2013: Schleusenwärterhaus ist beliebtes Ausflugsziel

Wabe-Mitarbeiter Heino Gerland hat den Imbissstand an der Schleuse gut im Griff. (Lisa Timm) Ruhr Nachrichten. Für Radfahrer und Spaziergänger ist es ein beliebtes Ausflugsziel an der Ruhr: Das Schleusenwärterhaus mit seinem verträumten Biergarten.

Knirschender Kies kündigt die neuen Gäste an. Zielstrebig steuert das Trio auf einen der freien Biertische im Schatten zu. In der einen Hand erfrischendes Weißbier, in der anderen den abgesetzten Fahrradhelm. Es ist heiß, 29 Grad, doch unter dem Blätterdach lässt es sich aushalten.

Das durstige Trio besteht aus Winfried Pollecker, Willi Blum und Klaus-Peter Schweigler aus Velbert. Die Radsportler sind bereits 35 Kilometer gefahren und rasten gerne mal wieder am Schleusenwärterhaus. „Wir sind so zwei-, dreimal im Jahr hier“, sagt Pollecker, es sei ja so idyllisch. „Und dann dopen wir uns gerne mit einem Weißbier“, lachen die Drei.

Ein Surren mischt sich in das leise Hintergrund-Rauschen der Kanu-Rutsche. Das Schleusentor schließt. Und wenige Momente später können die Biergarten-Gäste das blaue Dach der Schwalbe erblicken. Nach und nach wird ein ganze Schiff daraus. Oben an Deck viele Gäste. Majestätisch rauscht die Schwalbe weiter in Richtung Fähranleger.

Gleich am Nebentisch genießen Harry Klein und Freundin Bettina Frank ihr Mittagessen. Currywurst mit Pommes. Welch Zufall, auch sie kommen aus Velbert. Sind aber mit dem Auto da, das an der Herbeder Straße parkt. „Zufällig haben wir diesen idyllischen Biergarten entdeckt. Vor zwei Jahren, als wir den Kemnader Stausee besuchten. Da haben wir eine Schiffstour gebucht und sahen dann das hier“, sagt der 67-jährige Rentner.

Seither kommen die beiden immer mal wieder in den verträumten Biergarten des Königlichen Schleusenwärterhauses und genießen Ruhe, Ruhr und die Natur.

Nur an der Getränkeausgabe und dem Imbisszelt herrscht ein wenig Geschäftigkeit. Heino Gerland am Grill hat alles im Griff. Der 44-Jährige arbeitet schon im zweiten Jahr für die Wabe und macht seinen Job gern.

Einen Steinwurf entfernt hat es sich Johannes Speck mit Freundin und Hund „Sheldon“ am Biertisch gemütlich gemacht. Er kennt sich aus mit romantischen Flecken entlang der Ruhr.

„Ich komme aus Herdecke und kenne auch Wetter. Keine dieser Städte hat es so drauf wie Witten, die Uferbereiche attraktiv zu gestalten. Das Konzept mit der Wabe finde ich nachahmenswert.“ Natürlich hat Johannes Speck auch schon den Biergarten am alten Zollhaus in Herbede entdeckt. „Dort kann Sheldon direkt in die Ruhr springen.“

Bettina Kapust beendet ihre Rast am Nachbartisch, geht mit ihrer Begleitung in Richtung Fähranleger. Die beiden Mischlingshunde Winki und Thyson sind sichtlich ermüdet durch das heißes Wetter. „Thyson ist ja auch schon zehn Jahre alt“, sagt die sympathische Frau, die auch schon mal mit ihrem Wohnmobil auf der Wiese des benachbarten Bauern eine Nacht in den Ruhrauen verbringt.

„Ich komme aus Witten und kenne mich hier aus“, sagt sie. „Es ist hier einfach nur schön.“

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

 

  • Erstellt am .

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.