04.06.2013: Wabe wünscht sich Hausboote auf der Ruhr

Am Vorbild der Grünen Flotte Mülheim will sich die Wabe orientieren. Auch in Witten sollen Hausboote schippern dürfe (MST GmbH )Ruhr Nachrichten. Pedal-betriebene Hausboote gibt es in der "Grünen Flotte" in Mülheim. Perfekt würde das Freizeitangebot auch nach Witten passen, meint Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. Mit einem ersten Förderungsantrag ist man zwar gescheitert, entmutigen lassen will man sich jedoch nicht.

Radfahren auf der Ruhr? Wie soll das denn gehen? Das Geheimnis lüften kann Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe, Gesellschaft für Arbeits- und Beschäftigungsförderung. Aber zuvor fügt er in seiner Antwort noch ein weiteres Rätsel hinzu. „Man braucht dafür eine Schnecke.“

Schnecke, französisch Escargot, heißen die Pedal-betriebenen Hausboote der „Grünen Flotte“ in Mülheim. „Die wären genau das richtige auch für uns“, so Thomas Strauch, dem die Aufwertung touristischer Nischen im Wittener Ruhrtal am Herzen liegt.

Aber noch muss das Projekt auf Eis liegen, weil der Kreis andere Beschäftigungs-Projekte förderungswürdiger fand. „Wir wurden leider nicht berücksichtigt.“ Darüber ist Thomas Strauch zwar etwas betrübt, aber nicht entmutigt. „Wir bleiben dran.“

Drei bis vier der Mini-Hausboote kann sich Strauch für den Bereich Witten vorstellen. Sie sind ausgestattet mit Schlafplätzen für maximal vier Erwachsene sowie Toilette, Schrank und Stauraum. Auch eine kleine Küche mit zweiflammigem Spirituskocher, Spüle und ein Tisch mit Sitzgelegenheiten fürs Essen gehört dazu.

Angetrieben werden die Boote wie ein Fahrrad. Auf gut gepolsterten Fahrradsätteln sitzt es sich bequem, das Steuern erfordert kein „Kapitäns-Patent”. Leichtes in die Pedale treten im Einklang mit der Natur und der Strömung.

Wem die Beine müde werden oder wer die Stille der Natur entlang der Ruhr genießen möchte, wirft an geeigneter Stelle einfach den Anker und gönnt sich eine Ruhepause. Sollte die Bequemlichkeit Oberhand gewinnen oder Gegenwind einfallen, dann verleiht ein auch durch Solarzellen gespeister Elektromotor die nötige Schubkraft.

„Aber wie der Name Schnecke schon sagt - hier geht es nicht ums Vorwärtskommen, sondern um das auf dem Wasser sein“, sagt Strauch. Er könnte sich eine Drei-Tage-Vermietung vorstellen mit Heimathafen am Campingplatz Steger oder am Kemnader Stausee. „Aber hier ist noch gar nichts spruchreif“, so Strauch.

Dennoch ist die Idee künftig ein romantisches Wochenende in einem Hausboot auf der Ruhr verleben zu können, mehr als reizvoll.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

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