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12.05.2013: E-Bike weiter im Trend

Das Elliptigo-Fahrrad kombiniert die Vorteile von Laufen, Radfahren und Crosstrainer (Foto: Ladwig) Ruhr Nachrichten. Zum siebten Mal lud die Wabe rund um das idyllisch gelegene Königliche Schleusenwärterhaus zum Radfest Ruhrtal ein. Und die fahrradbegeisterten Wittener kamen, trotz der Schauer.

„Das schlechte Wetter beim siebten Radfest hat auch seine positiven Seiten“ meint Wabe-Geschäftsführer Thomas Strauch. Ein fragender Blick und die Antwort folgt sofort: „Es kommen überwiegend wirklich Interessierte Radfahrer und man rückt unter den Aussteller-Dächern näher zusammen.“ Was schon zu mindestens einem Fahrrad-Kauf geführt habe, ergänzt Wabe-Mitarbeiterin Susanne Fuchs schmunzelnd.

Mit der Absage der atemberaubenden BMX-Show fiel allerdings eine Attraktion der Vorjahre aus.

Das erste Mal habe die Wabe als Veranstalter gar keine Werbung für die insgesamt zwölf Aussteller-Plätze machen müssen, viele fragten an, ob da noch „ein Platz frei wäre“. Was ein Zeichen für die steigende Beliebtheit der Veranstaltung am idyllischen Schleusenwärterhaus sei, so Strauch.

Auch in diesem Jahr sei das Elektrofahrrad wieder ein Renner, aber auch E-Mountainbikes hätten die sportliche Zweiradfahrer bereits erobert. Am häufigsten würden die E-Bikes bis 25 km/h nachgefragt. Für schnellere Varianten (bis 90 km/h) benötigt der E-Radler eine entsprechende Versicherung und fällt unter die Helmpflicht.

Mit einer Akku-Ladung kommt man 40 Kilometer weit und das für geschätzte 50 000 km „Lebensleistung“ eines solchen Fahrrades. Aber auf die Pflege kommt es an. „Der Akku ist kälteempfindlich, das Fahrrad sollte nie über 50 Grad oder unter 15 Grad gelagert werden“, meint Susanne Fuchs. 18 solcher Fahrräder verleiht die Wabe selbst an den Radstationen. „Mittlerweile arbeiten bei uns fünf Vollzeitkräfte und circa zwölf in Beschäftigungsmaßnahmen in diesem Bereich.“

Besonderen Spaß an den Spaß-Fahrrädern hatten die kleinen Radfahrer. Mit den so genannten Spezialfahrrädern durften sie nach Herzenslust auf der großen Wiese herumfahren.

„Es haben sich in den letzten Jahren viele unterschiedliche kleine Fahrradmärkte entwickelt,“ so Strauch, „das geht von dem Trimobiles, die ursprünglich für eine bessere Mobilität behinderter Menschen gedacht waren, bis hin zu den Citybikes, Tourenrädern oder den personalisierten Fahrrädern.“ Leider ist gebe es für Fahrräder in Witten noch viel zu wenig Unterstellmöglichkeiten, so Strauch. Wünschenswert sei dies vor allem, weil sich abzeichne, das immer mehr Menschen Fahrrad führen, meint Susanne Fuchs.

Diesen Trend zu unterstützen sei das besondere Interesse der Wabe und das könne sich nur verbessern, wenn auch die Infrastruktur sich fahrradfreundlicher entwickelt.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Gisela Ladwig

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