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22.04.2013: Folkfans genießen irischen Abend

Die Formation "Celtic 4 Friends" lockte viele Folkfans an. (Foto: Schreckenschläger) Ruhr Nachrichten. Voller Vorfreude hatten sich zahlreiche Besucher beim "Folk am Fluss" am Königlichen Schleusenwärterhaus eingefunden. Musik der grünen Insel boten die Organisatoren von Wittenfolk, ergänzt vom rustikal kulinarischen Angebot der Wabe.

Unter dem Motto ‚Draußen und Umsonst‘ erwarteten die Menschen am Freitag, 19. April, dank kräftiger Unterstützung durch Sponsoren die Jam-Formation ‚Celtic 4 Friends‘. In der Tat warteten viele ungeduldig nahezu eine Stunde, bis die Klangkonserven einem Geschehen auf der Bühne wichen.

Während die Grills auf Hochtouren brutzelten, das dunkle Bier reichlich in große Plastikbecher floss, zogen dunkle Wolken auf. Mancher verließ bereits maulend das Gelände, bevor es richtig los ging.

Doch hinter dem angekündigten frühen Beginn steckte Absicht: „Wenn wir sofort mit dem Programm anfingen, könnte die Gastronomie der Wabe keinen Umsatz machen“, erläuterte Lieselotte Dannert von Wittenfolk.

Während sich die Musiker noch im Gebäude warm spielten, erscholl draußen ein Ruf wie auf dem Wochenmarkt: „Nackensteaks!“ Erst eine Stunde später begrüßte Dannert das Publikum, erhielt einen großen Strauß Rosen, bevor die vier Musiker die Bühne betraten. Da wurden schon die ersten Regenschirme aufgespannt.

Die Band witzelte, dass „mit Currywurst und Schnitzel typisch irische Gerichte zu irischem Wetter und irischer Musik“ gereicht wurden. Lagerfeuer und Ölfackeln wurden aufgebaut, während die ersten Reels erklangen.

Kevin Sheahan, der einzige Ire, an der Gitarre, Jörg Gleba am Banjo, Thomas Hecking (Akkordeon) und Guntmar Feuerstein (Mandoline), in vielen Musikstilen zu Hause, hatten sich eigens für dieses Konzert zusammengefunden.

Eine Weile tanzten und schunkelten die Besucher unter ihren Kapuzen vor der Kulisse der Ruine Hardenstein und der Schwalbe zu den Klängen im Stil der Dubliners. Ein heftiger Guss unterbrach das Konzert. Die Menschen flüchteten in die Zelte, ließen Tische mit Speisen und Getränken zurück.

Aber dann ging es weiter: Einen echten Folk-Fan kann eben ein bisschen Nässe nicht schocken. Im September ist noch ein zweitägiges Festival im Hof von Haus Witten geplant.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Martin Schreckenschläger

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