20.01.2013: Zollhaus mit Kräutergarten

Architektin Ulrike Spaenhoff (re.) erläuterte die Pläne. Foto: Marcus SimaitisWAZ. An der Ruhr in Herbede wurde einst Wegegeld erhoben. Nach der Renovierung will die Wabe Gäste mit gesunder Kost versorgen. Fertigstellung für 2014 geplant.

Direkt an der Lakebrücke in Herbede liegt das ehemalige und leicht in die Jahre gekommene Zollhaus. Wo früher der Wegezoll zum Überqueren der Ruhr kassiert wurde, werden demnächst Speisen und Getränke gereicht: Die Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe) plant dort eine Gastronomie für Radfahrer und Wanderer.

Der großzügig angelegte Außenbereich wird die Hauptattraktion. „Wir möchten das Ganze durch kleine Nischen mit Kräuterbeeten attraktiv gestalten“, erläutert Ulrike Spaenhoff. Die Mitarbeitern der Wabe begleitet die Bauarbeiten und beantwortet alle Fragen rund um das Gebäude. Noch ist das Haus teilweise bewohnt. „Wir wollen ja keinen Stress machen – wenn die Mieter eine neue Bleibe gefunden haben, fangen wir an“, so Spaenhoff. Sie würde lieber heute als morgen anfangen. Aber vorerst wartet die Wabe noch auf die Baugenehmigung, mit der sie Ende Januar rechnet. Der weiß-gräuliche Bau soll mit etwa 180 000 Euro in Stand gesetzt werden.

„Auch aus Kostengründen, mussten wir die Arbeiten in drei Abschnitte aufteilen“, sagt Spaenhoff. Der erste Bauabschnitt – der unter dickem Schnee liegende Außenbereich – ist so gut wie abgeschlossen. Lediglich die Einrichtung der öffentlichen Toiletten samt Behinderten-WC fehlt noch. Diese sollen künftig jedem Radfahrer und Wanderer, der in gewissen Nöten ist, zur Verfügung stehen.

Als nächstes ist der Innenbereich an der Reihe: Verkaufsraum und Küche. Die Küche soll eines Tags vor allem gesunde Kost anbieten. Irena Cichy ist die Servicemanagerin der Wabe. Mit einem Kochbuch in der Hand schwärmt sie von Suppen und üppigen Mahlzeiten mit Kräutern und Zutaten aus dem eigenen Garten. „Das Zollhaus soll eine andere Qualität haben als beispielsweise das Schleusenwärterhaus“, sagt die 54-Jährige.

Bis es so weit ist, müssen Drahteselfahrer, Hundebesitzer und Spaziergänger mit dem Schuppen im Garten vorlieb nehmen. „Wir müssen wirtschaftlich denken. Deswegen gibt es erst einmal nur Kuchen und Würstchen“, so Cichy. Die Hütte steht den Nutzern des Ruhrtalwegs voraussichtlich ab April zur Verfügung.

Auf die vielen Rastenden freut sich auch die Herbeder Werbegemeinschaft. „Wir wollen die Leute natürlich in die Meesmannstraße kriegen“, sagt Andreas Hake (47), Vize-Vorsitzender der Werbegemeinschaft.

So weit ist die Wage noch nicht. Wenn die Genehmigung da ist, wird weitergemacht. Und gute Idee sind willkommen. Spaenhoff lädt ein: „Jeder kann auf Baustellentreffs mit planen.“

WAZ-Bericht von Philip Raillon

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