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07.02.2013: Am Schleusenwärterhaus haben Handwerker das Sagen

Es gibt viel zu tun am Schleusenwärterhaus: Auch mehrere Balken müssen ausgetauscht werden. Foto: WabeWAZ. „Mit jeder Wand, die aufgemacht wird, kommt ein neuer Balken zum Vorschein, der ersetzt werden muss“, erzählt Thomas Strauch (57), Geschäftsführer der Wittener Gesellschaft für Arbeit und Beschäftigungsförderung (Wabe). Sie betreibt das so schnuckelige wie renovierungsbedürftige Gebäude mit der besonders bei Ruhrtalradlern beliebten Gastronomie.

Während im vorigen Frühjahr die Südseite und die Westhälfte saniert wurden, sind jetzt die Ost- und Nordseite dran. Besonders durch die Nähe zur Hevener Ruhr haben mehrere Fachwerk-Balken gelitten und müssen ausgewechselt werden. Außerdem war in Teilen des Gebäudes nur ein gestampfter Lehmboden, nun kommt Estrich rein und ein rutschfester Belag drauf. Auch die Toilettenanlagen für das Personal werden erneuert, eine Spül- und eine Vorbereitungsküche eingerichtet, defekte Fenster und die Haustür ausgetauscht. Die Zimmermannsarbeiten werden von der Firma Tüttemann ausgeführt, Fachbetrieb für Denkmalsanierungen aus dem Hammertal.

Rund 50 000 Euro investiert die Wabe in die aktuelle Sanierung, die sie in der vorigen Saison „mit Bratwürstchen, Bier und Kuchen“ verdient hat, so Thomas Strauch. Etwa 100 000 Gäste, schätzt er, hätten das Schleusenwärterhaus im vorigen Jahr besucht. Längere Warteschlangen waren da, besonders an sonnigen Wochenenden, vorprogrammiert. Solche Szenen sollen sich künftig nicht mehr abspielen. Deshalb bekommt das Haus nun ein zweites Verkaufsfenster und eine weitere Kasse.

Außerdem wird im ehemaligen Hühnerstall eine Vorkühlung für Getränke eingerichtet. „Denn wenn hier an heißen Tagen Radlerkolonnen anrollten, war oft schon um drei Uhr kein kaltes Bier mehr da“, erinnert sich der 57-Jährige. Wenn’s richtig zur Sache geht, sind im Schleusenwärterhaus 14 Mitarbeiter im Schichtbetrieb tätig.

Bis zum 22. März soll die Sanierung abgeschlossen sein, so dass das Schleusenwärterhaus ab diesem Tag wieder für die Gäste geöffnet werden kann. Die werden wohl zahlreich strömen, denn zum selben Zeitpunkt nimmt auch die Ruhrtalfähre ihren Betrieb auf. Zwei Tage später erwartet das frisch renovierte Schleusenwärterhaus dann aber der richtige Härtetest. Denn am 24. März findet das große Muttentalfest statt, das sich zu einem echten Besuchermagneten gemausert hat. Mit Blick auf diesen Termin meint Thomas Strauch: „Dann muss auch hier alles fluppen.“

WAZ-Bericht von Michael Vaupel

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