04.08.2014: Spenden für eine bessere Fahrstrecke

160 Meter holpriger Radweg liegen momentan noch zwischen dem Anleger der Fähre Hardenstein und dem Biergarten des Schleusenwärterhauses (im Hintergrund). Das soll sich jetzt ändern. Foto: Timm  Witten
160 Meter holpriger Radweg liegen momentan noch zwischen dem Anleger der Fähre Hardenstein und dem Biergarten des Schleusenwärterhauses (im Hintergrund). Das soll sich jetzt ändern. Foto: Timm Witten

Ruhr Nachrichten. Jeder, der den Ruhrtalradweg zwischen Schleusenwärterhaus und dem Anleger der Fähre Hardenstein gefahren ist, kennt sie – die kleine Marterstrecke. Die Holpersteine sind Überbleibsel des früheren Treidelpfades und somit ein Bodendenkmal.

Um diese Rüttelstrecke zu umfahren, weichen die Radler meist auf die Rasenfläche nebenan aus, die aber auch nicht den optimalen Untergrund bietet. „Es gibt drei bis vier verbesserungswürdige Abschnitte entlang des Ruhrtalradwegs, dieser ist einer davon“, sagt Thomas Strauch, Geschäftsführer der Wabe.

Was lag da näher, als eine alte Aktion wiederzubeleben, die bereits im Jahr 2011 half, eine ausgewaschene Wegstrecke des Radwegs vom Anglerheim in Richtung Schleuse zu befestigen. Damalige Länge der Wegstrecke: 275 Meter. Sie konnte dank der Spenden-Aktion „Ein Meter Engagement“ tiptop hergerichtet werden.

Nun sind es also 160 Meter Radweg-Strecke, die mit Bürgerengagement flott gemacht werden sollen. „Und das ist riesig“, freut sich Wabe-Mitarbeiterin Susanne Fuchs. Denn schon vier Wochen nach dem ersten Spenden-Aufruf sind bereits 10 620 Euro eingegangen. „Die Materialkosten haben wir zusammen“, sagt Thomas Strauch. „Und nach solchem Anfangserfolg wissen wir, dass wir es schaffen werden.“ Die Gesamtkosten betragen 25 000 Euro.

Damit der kleine Schönheitsfehler am Radweg beseitigt werden konnte, mussten viele Drähte zusammenlaufen. Denn viele Zuständigkeiten kreuzen sich an der Ruhr. Ruhrverband, Stadtwerke, Stadt Witten, EN-Kreis sowie die Regierungspräsidenten aus Düsseldorf und Arnsberg mussten zustimmen. Und auch Bauer Friedrich Hummelsiep aus Sprockhövel, der einen sechs Meter breiten Randstreifen von seiner Futterwiese opfern musste.

Ab Montag rollt also das schwere Baugerät an. In etwa vier Wochen soll der Lückenschluss eröffnet werden. Um weitere Spenden zu acquirieren wird Wabe-Geschäftsführer Strauch an den nächsten Wochenenden direkt am Fähranleger die Werbetrommel rühren. Denn jede Spende zählt. Auch die ganz kleine.

Bericht aus den Ruhr Nachrichten von Lisa Timm

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